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Die Muttermilch und das Stillen

Das Stillen spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Säuglings. Muttermilch bedeutet für das Baby Nahrung und körperliche Nähe zu seiner Mutter. Mit einem Wort: Leben!

 

 
Wie geschieht die Milchabsonderung?


Veränderung der Konsistenz der Muttermilch


Warum ist Muttermilch wichtig?


Psychologische Grundlagen des Stillens
 

   
 

 

Wie geschieht die Milchabsonderung?

 
Jede Brust besteht aus 20 Teilen oder Lappen, in denen die Milchdrüsenstränge liegen. Ihre Funktion wird durch Hormone angeregt. Die Muttermilch fließt durch winzige Kanäle zur Brustwarze und sammelt sich in den Milchseen unter dem Warzenhof. Dies ist der dunkle Teil, der die Brustwarze umgibt. Beim Saugen nimmt das Baby die Brustwarze und den Warzenhof in den Mund und die Muttermilch spritzt aus den Milchgängen nach vorn zur Brustwarze. Die von den Brustdrüsen abgesonderte Erstmilch ist das Kolostrum, das zirka 3 Tage gebildet wird.


Das Kolostrum, auch Erstmilch genannt, ist für das Baby sehr wertvoll, da es viel Eiweiß und Antikörper enthält. Diese mütterlichen Antikörper schützen das Neugeborene und entwickeln ein starkes Immunsystem. Die Erstmilch kann nicht mit dem gleichen Ergebnis durch fremde Mutter- oder Kuhmilch ersetzt werden. Kolostrum wirkt zudem auch abführend und fördert die Mekoniumausscheidung. Mekonium, auch Kindspech genant, ist der erste dunkelgrüne Stuhl eines Neugeborenen.
 
Das Kolostrum wird nach und nach durch bläulichweiße reife Muttermilch abgelöst. Zuerst fließt während der Stillmahlzeit wässrige Vormilch, nach einer Weile scheiden die Brustdrüsen infolge der hormonellen Stimulierung die Hintermilch aus. Die Mütter berichten, dass sie dabei ein prickelndes Gefühl in der Brust spüren. Das ist normal.

Veränderung der Konsistenz der Muttermilch 

 
Zu Beginn des Stillens ist die Milch süßer (laktosereich), ihr Energiegehalt ist niedriger und wirkt dadurch durststillend und leicht Stuhlgang fördernd, während sie zum Ende des Stillens hin fettreich ist, einen hohen Kaloriengehalt hat und dadurch sättigt. Die am Vormittag gebildete Milch hat einen hohen Fettgehalt, einen niedrigen Eiweiß- und Zuckergehalt und ist mengenmäßig weniger, ab Mittag steigt der Eiweiß- und Zuckergehalt und es wird mehr Milch gebildet.
Bei einem Neugeborenen ist das Verdauungssystem noch nicht ausgereift und kann Eiweiß nicht vollständig abbauen. Daher kann Tier- und mitunter auch fremde Muttermilch die Ursache für Allergien sein. Für alle Säugelebewesen sichert die leibliche Mutter die perfekteste Milch. Der Säugling braucht die Milch seiner leiblichen Mutter, um schnell zu wachsen, unabhängig davon, ob die Milch hell und dünnflüssig oder dickflüssig und gelb ist. Saugt das Baby viel, ist die Milch dünnflüssiger, saugt es weniger, ist sie dickflüssiger. Die Konsistenz der Milch ist also stets so, wie sie gebraucht wird. Abgepumpte Muttermilch oder die Milch der Mutter eines Säuglings unbekannten Alters kann diesem Anspruch nicht gerecht werden.

Warum ist Muttermilch wichtig?


Der wunderbare Einklang, der das Gleichgewicht zwischen Saugfähigkeit des Babys und Milchbildung bei der Mutter steuert, ist durch nichts ersetzbar und durch kein neues technisches Wunder nachahmbar. Muttermilch ist rein, keimfrei und enthält solche Schutzstoffe und Immunzellen, die gegen Infektionen und Darmentzündung schützen. Sie ist stets frisch und richtig temperiert. Das Baby saugt solange, bis sein Hunger gestillt ist, daher kommt eine Überfütterung mit Muttermilch selten vor. Ein nach Bedarf gestilltes Baby braucht keine zusätzlichen Flüssigkeiten wie Tee, Wasser oder Limonade und auch keinen Beruhigungsschnuller. Im Idealfall kann der Säugling sechs Monate lang voll gestillt werden, unter zusätzlicher Zufuhr von Vitamin K und D, bei Bedarf kann Tee und Fruchtsaft verabreicht und eventuell auch Eisen substituiert werden. Wird das Baby nur drei Monate lang voll gestillt, ist das auch sehr gut. Aber in den ersten sechs Wochen ist Muttermilch unabdingbar. Wenn wir bedenken, dass ein Neugeborenes 50 Gramm und ein sechs Wochen altes Baby bei jeder Stillmahlzeit zwischen 120 und 150 Gramm Milch trinkt, ausgenommen den Fall, wenn in beiden Brüsten kein halber Dezi, bzw. 1-2 Dezi Milch vorhanden ist. Weniger ist mehr als gar nichts, auch wenige Tropfen Milch enthalten einige Schutzstoffe.

Psychologische Grundlagen des Stillens


Legen Sie das Baby so an der Brust an, um einen engen Kontakt herzustellen bzw. eine körperliche und seelische Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Kind aufzubauen. Das ist sehr wichtig für die gesunde Persönlichkeitsentwicklung Ihres Babys. Jede Brust ist zum Stillen geeignet. Verlieren Sie nicht Ihre Lust! Der Saugreflex eines Neugeborenen ist instinktiv so stark, dass es auch kleine und Schlupfwarzen in den Mund nehmen und mit seinen Lippen den Warzenhof umschlingen kann, und einen Trog um die Brust bildet. Sie müssen lediglich mehr Geduld aufbringen. Das Baby sollte öfters (alle 2 Stunden) und jeweils 5 Minuten mit jeder Brust gestillt werden. Aber beginnen Sie nicht, mit der Flasche zu füttern! Häufiges und länger dauerndes Stillen führt zu wunden Brustwarzen, sie reißen ein und schmerzen. Vorrübergehend kann, bis die Wunde verheilt ist, ein Stillschutzhäubchen oder eine Handmilchpumpe verwendet werden, um die Brustwarze zu schonen. Die Brüste sind nicht immer gleichgroß und bilden nicht die gleiche Menge Milch, auch die Brustwarzen geben nicht gleichförmig Milch. Das Baby wählt die Brust aus, die es am liebsten mag und wird an dieser mehr und mit mehr Genuss saugen. Stellen Sie Augenkontakt zu Ihrem Baby her, wenn seine Augen geöffnet sind, lächeln Sie es an, sprechen Sie mit ihm, damit es den Genuss des Trinkens und das Gefühl des Sattwerdens mit dem Anblick und der Stimme seiner Leben spendenden Mutter und mit der Empfindung verbindet, wie sich ihre Haut anfühlt und wie sie duftet. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte das Bäuerchen machen in den Sicherheit und Schutz bietenden Armen des Vaters geschehen.

Wenn Ihr Baby zu den seltenen Ausnahmen zählt und nicht gestillt werden kann und so nicht an eigene Muttermilch gelangt, sollten Sie in den ersten sechs Monaten zur Fütterung Babynahrung verwenden. Bei der Auswahl und Verwendung fragen Sie bitte Ihren Arzt um Rat.
 
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